Kulturkirche Goldküste

Jazzig, poppig, künstlerisch oder traditionell: Die fünf reformierten Kirchgemeinden an der Goldküste haben im Februar 2018 eine Gottesdienst-Offensive der anderen Art gestartet. Ihr Ziel: Mehr Menschen spirituell ansprechen.
Plakate Profilgottesdienste (Foto: Stephan Rüegg-Schweizer)
Einer dieser Gottesdienste heisst jazz+more. In dieser Feier werden Jazz-Musik und urbane Texte, Theologisches und Nichttheologisches miteinander verknüpft. Oder pop-up: Hier sind populäre Songs zu hören, die von spiritueller Suche zeugen und die in Zusammenhang mit biblischen Inputs gebracht werden. Beim Format art+act geht es um das Unendliche und die religiösen Übergänge der modernen Gegenwartskultur in Kunst, Literatur und Film.

«Die biblischen Weisheiten und die christlichen Werte sind für viele Menschen im Alltag relevanter, als man aufgrund des Mitgliederschwunds annehmen könnte. Wir wollen diese frischer und emotionaler vermitteln und in neuen Gottesdienstformen mehr Sinne und Gefühle ansprechen», sagt Andrea Marco Bianca, Pfarrer in Küsnacht. «Der Gottesdienst ist schliesslich unsere zentrale Veranstaltung», ergänzt seine Pfarrkollegin Judith Bennett.

Anders als gewohnt

Mit der Kulturkirche Goldküste möchten die fünf Gemeinden neue Formate entwickeln, die anders daherkommen, als man es bei Gottesdiensten gewohnt ist und erwartet. «Themen und Formen sollen den Interessen und den Lebenswelten der Bevölkerung besser entsprechen», sagt Judith Bennett.

Der Genuss spielt in den einstündigen Feiern eine wichtige Rolle. Auch für den zwischenmenschlichen Kontakt wird gesorgt: Bei jazz+more wird ein Apéro gereicht und bei pop-up sowie art+act schliesst ein kleiner Barbetrieb an.

Die Formate sind regional ausgerichtet und wird in unterschiedlichen Kirchen veranstaltet.